Mittwoch, 01 November 2017 11:26

Zahnriemen - lieber vorsorglich wechseln

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Zahnriemen regelmäßig überprüfen Zahnriemen regelmäßig überprüfen fotolia© sibbilb

Der Zahnriemen ist in der Wahrnehmung des Autofahrers eines der unauffälligsten Teile. Solange, bis er eventuell reißt und im schlimmsten Fall einen kapitablen Motorschaden nach sich zieht. Was genau tut er und lohnt sich ein vorzeitiger Wechsel?

Der Lauf zwischen Nockenwellen (oder auch nur einer Nockenwelle) und Kurbelwelle wird vom Zahnriemen synchronisiert und von der Kurbelwelle angetrieben. Auch Nebenaggregate, zu denen etwa die Wasserpumpe sowie manchmal die Servolenkung zählen, treibt oft der Zahnriemen an. Die Nockenwelle wiederum ist für das Öffnen und Schließen der Ein- und Auslassventile, die im Zylinderkopf sitzen, zuständig.

Wenn nun der Zahnriemen nicht ausreichend gespannt ist, überspringt oder sogar reißt, würden die Ventile zum falschen Zeitpunkt öffnen und auf die herausschießenden Kolben treffen. Folge sind eine Erneuerung der Ventile und des Zylinderkopfes, mit Pech sogar des ganzen Motors. Und das wird dann schnell so richtig teuer. Nur Motoren, bei denen sich Kolben und Ventile bedingt durch die Bauweise nicht berühren können, sind vor möglichem Schaden sicher.

Die Funktion eines Zahnriemens wird bei bestimmten Automodellen von der Steuerketten übernommen, die vom Prinzip her haltbarer sind, aber mit zunehmendem Gebrauch ein schlechteres Verbrennungsverhalten des Motors zur Folge haben. Ein Zahnriemen wird aus Kautschuk und Kunststoff gefertigt. Dadurch läuft er reibungsärmer, leichter und leiser. Zwar hat man an einer Materialverbesserung gearbeitet, damit dieser haltbarer wird, aber er kann mit zunehmendem Alter und bei hoher Belastung spröde werden - und reißt dann eventuell. Auch große Hitze und Trockenheit führen zu einer vorschnellen Alterung.

Die Zahnriemen, die in neueren Modellen verbaut sind, treiben oft nur noch die Nockenwellen an, wohingegen die Zusatzaggregate am Keilriemen hängen. Dadurch verlängert sich natürlich die Lebensdauer. Um einen Schaden und die ggf. teuren Folgen zu vermeiden, sollte der Zustand des Zahnriemens regelmäßig geprüft werden. Lassen Sie bei der nächsten Inspektion doch einmal nachschauen, ob ein Austausch sinnvoll wäre, bevor es zum Schadensfall kommt. Als Mehrmarkenfachwerkstatt mit entsprechenden Mechatronikern sind wir gern für Sie da!

Gelesen 2137 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 02 November 2017 13:18

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