Montag, 26 Juni 2017 09:26

Mit Licht fahren?

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Mit Licht fahren? Mit Licht fahren? fotolia©adri76

Die Meinungen über Sinn und Unsinn eines Tagfahrlichtgebots gehen auseinander. Für einspurige Zweiradfahrer ist es laut StVO Pflicht, PKW und LKW sind noch nicht daran gebunden; es gibt lediglich eine Empfehlung, das Tagfahrlicht anzuhaben. Zweiradfahrer sollen ganz einfach besser wahrgenommen werden können, was für die eigene Sicherheit Sinn macht.

Innerhalb der europäischen Union dürfen jedoch schon seit 2011 (2012 für LKW) nur Fahrzeuge zugelassen werden, die Tagfahrlicht serienmässig eingebaut haben. Ältere Fahrzeuge müssen nicht zwangsläufig nachgerüstet werden. In Zeiten der wachsenden Mobilität und des zunehmenden Verkehrs sollte man daran aber durchaus einen Gedanken verschwenden, zumal es innerhalb Europas durchaus unterschiedliche Gesetze bezüglich des Tagfahrlichtgebots gibt. So gilt z.B. in Skandinavien, Dänemark und den Baltikum-Staaten Estland, Lettland und Litauen, allesamt nördlich gelegen, schon allein wegen der langen dunklen Jahreszeiten, das Tagfahrlicht ganzjährig eingeschaltet haben zu müssen. Aber auch mehrere südliche Länder wie Italien oder Portugal gebieten außerorts oder streckenweise, das Tagfahrlicht zu benutzen.

Die Studien hierzu sind relativ eindeutig; sie sagen aus, dass die Unfallzahlen zwischen 5 und 15% reduzierbar wären, würde jedes Fahrzeug beleuchtet unterwegs sein. Umgerechnet auf die Personenschäden bedeutete dies, dass man rund 5000 Verkehrstote weniger zu beklagen hätte. Österreich z.B. kommt hier zu einem anderen Ergebnis. Aufgrund der Sicherheitsaspekte hatte man eine Tagfahrlicht-Pflicht eingeführt; da die Unfallzahlen seit der Einführung jedoch stiegen, schaffte man die Pflicht 2008 wieder ab. Es ist hier sicher schwierig, die Gründe zu differenzieren. Österreich als klassisches Transitland auch für viel Lastverkehr sowie Urlaubsreisende leidet unter stetig zunehmendem Verkehr, so dass die steigenden Unfallzahlen auch dem höheren Verkehrsaufkommen geschuldet sein könnten.

Nichtsdestotrotz hat eine Umfrage in Deutschland ergeben, dass sich 84% der Befragten für eine Tagfahrlicht-Pflicht aussprechen; 27 % der Befragten schalten es auch tatsächlich bewusst ein. Gegenwind gibt es aus Sicht der Motorradfahrer, die um ihre bessere Sichtbarkeit fürchten, wenn sie mit eingeschaltetem Licht unter all den anderen Verkehrsteilnehmern gar nicht mehr auffallen.

Wer auch am Tag mit Licht fahren möchte, aber mit einem älteren Fahrzeug unterwegs ist, das noch kein Tagfahrlicht eingebaut hat, fragt vielleicht nach Stand-, Nebelschluss- oder Abblendlicht. Die StVO regelt hier eindeutig, dass Stand- und Nebelschlusslicht als Tagfahrbeleuchtung nicht zulässig sind - es sei denn, die Sichtverhältnisse erfordern den Einsatz der Nebelschlussleuchte. Abblendlicht hingegen darf benutzt werden. Es hat aber gegenüber einer Tagfahrleuchte deutliche Nachteile. Das Abblendlicht ist auf Dunkelheit und somit auf die Fahrbahn ausgerichtet, die am Tag bzw. bei Helligkeit jedoch das meiste an Licht absorbiert. Außerdem verbraucht das Abblendlicht deutlich mehr Energie und schlägt sich somit auch im Spritverbrauch nieder.

Ein Tagfahrlicht hingegen ist auf den Gegenverkehr ausgelegt und benötigt, sofern es wie in den meisten Fällen aus LED -Lampen besteht, nur 10% der Energie, die ein Abblendlicht verbraucht.

Die Nachrüstung eines PKWs mit Tagfahrlicht ist jederzeit möglich. Gern nehmen wir das für Sie vor, denn nicht alles, was Sie auf dem "Markt" zum Nachrüsten kaufen können, ist auch rechtlich zulässig. Sprechen Sie uns gern an und vereinbaren Sie einen Termin. Damit Sie jederzeit sicher unterwegs sind.   

Gelesen 1708 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 22 November 2017 16:19

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