Donnerstag, 15 Juni 2017 09:14

Reisezeit - Andere Länder, andere Sitten

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Reisezeit - andere Länder, andere Sitten... Reisezeit - andere Länder, andere Sitten... fotolia©Kadmy

Das Wetter stimmt uns derzeit schon einmal gut ein auf die schönste Zeit des Jahres: Sommerferien und Urlaub! Der ein oder andere fliegt in ferne, sonnige Gefilde, viele von uns setzen sich trotz abzusehender Endlos-Staus aber auch ins Auto. Und was auf unseren Straßen gilt, gilt woanders noch lange nicht.

Dabei geht es durchaus kurios zu, trotzdem sollten Sie bestimmte Verkehrsregeln kennen, da im Ausland auch und gerade mit nichteinheimischen Autofahrern nicht lang gefackelt wird und es kaum eine bessere Möglichkeit gibt, die Staatskasse zu füllen als mit unwissenden Touristen. Bereit? Los geht's: 

Heißt Ihr Urlaubsziel in diesem Jahr Kroatien? Dann fahren Sie nicht nur durch dieses Land, sondern höchstwahrscheinlich auch Österreich und Slowenien. Wenn Sie sich in Slowenien abseits der Autobahnen befinden, begegnet Ihnen sicherlich die ein oder andere Ampel. Hups, sie springt um, noch schnell Gas geben und bei dunkelorange drüberrauschen - herzlichen Glückwunsch, denn höchstwahrscheinlich lernen Sie neue Menschen kennen, die Gesetzeshüter nämlich... In Slowenien besteht an gelben Ampeln absolute Haltepflicht; man ist also gut beraten, beim Umspringen von Grün auf Orange sofort zu bremsen. Und der nächste Tipp für dieses Land gleich hinterher: Natürlich erhalten Sie für diesen Verkehrsverstoß ein saftiges Bußgeld. Schade für Ihre vielleicht knapp bemessene Urlaubskasse, aber begleichen Sie das Bußgeld lieber sofort. Es könnte Ihnen sonst Polizeigewahrsam und die Beschlagnahmung Ihrer Papiere und Ihres Wagens drohen.

Ganz kontrovers geht es in Kroatien und Österreich zu, wenn es um Unfälle geht. In Kroatien sollten Sie nicht nur, nein Sie müssen, die Polizei rufen. Fast immer ist ein Fahrzeug ja mehr oder weniger deutlich beschädigt nach einem Unfall, und Sie dürfen Kroatien mit einem sichtbar beschädigten PKW, Wohnmobil oder anderem motorisierten Gefährt nur verlassen, wenn Sie im Besitz einer polizeilichen Schadenbestätigung sind. Das Gegenteil ist in Österreich der Fall. Ist niemand verletzt worden, es gibt "nur" Blechschaden? Überlegen Sie sich gut, ob Sie den Freund und Helfer anrufen. Da Sie bei Sachschaden mit Ihrem Unfallgegner einfach die Nummern tauschen können, um alles zu regeln und die Polizei auch genau dies wünscht, zahlen Sie bei unnötigem Herbeirufen eine Unfallmeldegebühr (auch "Blaulichtssteuer") von 36€. Davon können Sie in Kroatien dann lieber locker Essen gehen... Wenn Ihr Wagen eine (während des Urlaubs unbenutzte) Anhängerkupplung hat, die auch noch abnehmbar und nicht fest verbaut ist - nehmen Sie diese vor der Einreise nach Österreich lieber ab. Der Unabhängige Verwaltungssenat Österreichs hat entschieden, dass abnehmbare Anhängerkupplungen "als vermeidbar vorspringendes Teil gemäß § 1 a KDV" bei Fahrten ohne Anhänger abzunehmen sind. 

Führt Ihr Weg nach Italien? Was Sie bei der Durchreise in Österreich beachten sollten, haben Sie gerade gelesen; hat Ihr Geld in diesem Frühjahr nicht für neue Sommerreifen gereicht und Sie fahren noch mit Winterreifen? Dann sollten Sie sich auf Schwierigkeiten einstellen. Für Italien gilt von 16. Mai bis 14. Oktober Sommerreifenpflicht. Außerdem haben sich Fahranfänger in den ersten 3 Jahren nach Erlangen des Führerscheins an die Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h auf Autobahnen zu halten, egal ob die erlaubte Geschwindigkeit höher ist.

In Frankreich wiederum halten Sie vom Benutzen von Headsets oder anderen Kopfhörern lieber Abstand, und dies gilt nicht nur beim Hören von Musik (wäre ja noch verständlich, da man sich evtl. nähernde Rettungsfahrzeuge nicht hört), sondern auch im Fall des Telefonierens. Es drohen 135€ Strafe und drei Punkte im Verkehrsregister. Etwas gelockert wurde hingegen die Pflicht, einen Alcotester an Bord haben zu müssen. Gesonderte Geschwindigkeitsvorgaben auf Autobahnen (110 km/h), Schnellstraßen (100 km/h) und außerorts (80 km/h) gelten für Fahranfänger auch hier.

Sehr gesundheitsbewusst geht es in Griechenland zu. Rauchen ist ungesund - wissen Sie auch... Wenn Sie dies im Fahrzeug dennoch tun, in Ihrem Wagen jedoch ein Kind im Alter von bis zu 12 Jahren sitzt, können Sie mit bis zu 1200€ Bußgeld bestraft werden. Also lieber Kippe aus. In Giechenland dürfen Sie genau wie in Bulgarien, Kroatien, Luxemburg, Rumänien und Spanien auch keine gefüllten Benzinkanister mitführen.

Nicht ganz so weit fahren Sie von uns aus zu unseren dänischen Nachbarn. Wenn Sie Ihr Fahrzeug dort starten, sollten Sie besser kontrollieren, ob es sich jemand unter diesem bequem gemacht hat und ein Schläfchen hält. Das gehört nämlich ausdrücklich zum Sicherheitscheck dazu, dem Sie Ihren Wagen vor jeder Ingebrauchnahme unterziehen müssen.

Zuguterletzt führt uns der Weg noch nach Ungarn. Die Belege für die fällige Autbahnmaut-Vignette sollten Sie sofort nach Erhalt kontrollieren. Oft passieren nämlich Zahlen-und Buchstabendreher beim Ausstellen, die Sie später teuer zu stehen kommen. Für falsche Kennzeichen, und sei es auch nur eine Zahl, werden hohe Bußgelder verlangt. Ob da Methode hintersteckt, können und wollen wir natürlich nicht beurteilen.

Alles schön und gut, sagen Sie? Im nächsten Blog informieren wir Sie rechtzeitig zum letzten Schultag in Niedersachsen über Tempolimits und Promillegrenzen in den gängigsten europäischen Urlaubsländern. Bis dahin viel Sonne und ein schönes Wochenende!

Gelesen 2077 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Juni 2017 11:41

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