Montag, 15 Mai 2017 09:31

Dinge, die am meisten nerven

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Dinge, die am meisten nerven Dinge, die am meisten nerven fotolia©Kara

Zunehmender Verkehr = zunehmender Ärger? Könnte man meinen, denn die Dinge, über die man sich beim Autofahren den Wolf ärgert, nehmen mit steigender Anzahl an Verkehrsteilnehmern zu. Wir probieren uns heute mal an einer Hitliste der größten Ärgernisse. Wir sind sicher, Sie erkennen sich wieder! Als Ärgernder oder als Geärgerter, ganz wie Sie wollen!

1. Ausnahmsweise ist die dreispurige Autobahn mal nicht voll. Tempolimit gibt's auch nicht. Also freut man sich, dass man mal etwas schneller vorankommt. Wenn..., ja wenn die sturen Mittelspurbesetzer nicht wären. Oder sogar am besten die linke Spur benutzenden Langsamfahrer. Gibt es eine Art Verpflichtung, rechts zu fahren? Ja! In Deutschland gilt ein Rechtsfahrgebot, welches auf Autobahnen oder mehrsprurigen Schnellstraßen allerdings ein paar Einschränkungen bereithält. Es soll oder muss die rechte Spur befahren werden, wenn dort nicht in regelmäßigen Abständen ein anderes, langsam fahrenderes Fahrzeug unterwegs ist, das die eigene Geschwindigkeit wesentlich unterschreitet. Dann wäre man nämlich gezwungen, die Spur zum Überholen ständig zu wechseln, also sozusagen Schlangenlinien zu fahren, was wiederum in der StVo auch nicht erwünscht ist. Aber was ist "in regelmäßigen Abständen"? Es gibt eine Rechtssprechung dazu, die besagt, dass das Rechtsfahrgebot gilt, wenn man länger als 20 Sekunden ohne Hindernis auf dieser Spur fahren könnnte. Das sollte man mit etwas Erfahrung durchaus abschätzen können. Eine Strafe bei Nichtbefolgen ist im übrigen im Bußgeldkatalog festgelegt.

2. Im Umkehrschluss gibt es die Autofahrer, die einem -im Rückspiegel wirkt es schon fast, als wäre das Auffahren nur eine Frage von Zehntelsekunden- permanent an der Stoßstange hängen. Ganz besonders bei stark befahrener Autobahn, auf der der Verkehr dennoch flüssig läuft. Es scheint manchmal, als habe jeder die Bremsweg-Regel verlernt, die in der Fahrschule im Therorieunterricht Thema war. Gehen wir einmal von einer Fahrbahn aus, die sich in vernünftigem Zustand befindet, von Frühling oder Sommer (also kein Glatteis) und von gut erhaltenen Reifen und Bremsen (all dies beeinflusst nämlich den Bremsweg ansonsten negativ), gilt folgende Regel: Geschwindigkeit in km/h : 10   x (mal)  Geschwindigkeit in km/h : 10. Das bedeutet: Bei Tempo 100 beträgt der Bremsweg 100 Meter. Bei Tempo 200 schon 400 Meter! Bei einer Gefahrenbremsung (also einer Vollbremsung mit durchgetretenem Bremspedal) muss man das jeweilige Ergebnis noch durch 2 teilen, bei Tempo 100 betrüge der Bremsweg immer noch 50 Meter, bei Tempo 200 noch 200 Meter! In diesen Formeln ist die Reaktionszeit übrigens noch nicht enthalten, da kann man also locker noch einige Meter draufrechnen. 

3. Spurenwechsel und Abbieger, die vergessen haben, dass das Auto/LKW/Bus/Motorrad über eine Blinkerfunktion verfügt. Hey, aufwachen, der entgegenkommende oder hinterherfahrende Verkehrsteilnehmer kann das nicht riechen oder vorhersehen! Das ewige Nichtblinken nimmt scheinbar immer mehr zu und wird zusehends nur als Kavaliersdelikt behandelt. Jede sich bietende Lücke zu nutzen, um schnell vorwärts zu kommen, bring meist eh nichts. An der nächsten Ampel sieht man sich wieder!

4. Ganz besonders beliebt -und das ganz besonders in der morgend- oder abendlichen Rush Hour- sind die In-der-zweiten-Reihe-Parker. Die Blechlawine schiebt sich ohnehin in Schneckentempo vorwärts, und da kann der Parker die zusätzliche zeitliche Verzögerung bis zum Ziel durchaus noch einmal um einige Minuten erhöhen. Parken in zweiter Reihe zum Be- oder Entladen ist nur erlaubt, wenn der dahinter fließende Verkehr nicht behindert wird. Die Fahrspuren also breit genug sind, dass definitiv aus 2 Autoreihen nicht eine werden muss. Halten in zweiter Reihe ist noch enger gesteckt. Dafür gilt eine zeitliche Limitierung von 3 Minuten, wobei man sein Fahrzeug immer im Blick haben muss und dieses genau wie das der Parker nicht den laufenden Verkehr behindert. Als geärgerter Autofahrer hat man die Möglichkeit, Fotos von einem solchen Ärgernis zu machen, vielleicht noch einen Zeugen dabei zu haben, und das Ganze zur Anzeige zu bringen. Milde walten lassen kann man da sicherlich bei Waren anliefernden LKWs. Erstens: wo sollen diese halten, wenn es keinen offiziellen Lieferparkplatz gibt? Zweitens profitieren wir davon, wenn der Händler, Shop oder Laden unseres Vertrauens das, was wir kaufen möchten, auch vorrätig hat. Gemeint sind da eher die "Ich will doch nur schnell einen Coffee to go beim Bäcker holen"-Parker, die ein Problem damit haben, vielleicht eine Minute zu Fuß gehen zu müssen vom nächsten vorhandenen Parkplatz. Bewegung schadet ja ungemein....

5. Wo wir beim Parken sind: Ja, natürlich ist es nervig, wenn man in der Haupteinkaufszeit endlos über den Parkplatz fahren muss, um endlich eine freie Lücke zu erhaschen. Der Behindertenparkplatz ist trotzdem für genau diese Personengruppe gedacht. Eine Zuwiederhandlung kann mit Bußgeld von 35,-€ und sogar dem veranlassten Abschleppen geahndet werden. Eine kurzzeitige Beeinträchtigung der Gesundheit durch z.B. ein gebrochenes Bein berechtigt nicht zum Parken auf dem ausgewiesenen Behindertenparkplatz. Das darf nur derjenige, der einen entsprechenden Ausweis besitzt oder denjenigen befördert, der dort zu parken berechtigt ist.

6. Verkehrsteilnehmer, die die Rechts-vor-Links-Regel nicht beherrschen. Und dann am besten beim Angehuptwerden noch einen bösen Blick zurückschicken oder sogar einen Vogel oder Stinkefinger zeigen. Kennen wir alle, oder?

Mit einer Sache, über die sich viele ärgern, müssen wir aber einmal aufräumen: Baustelle auf der Autobahn. Spurenverengung von 3 auf 2 Spuren oder sogar von 2 auf 1 Spur. Diese wird rechtzeitig angezeigt. Nein, das bedeutet NICHT, dass man das jetzt sofort tun soll. Im Gegenteil: Im Sinn des Verkehrsflusses ist es sogar erlaubt und nötig und erwünscht, die Fahrspur zu halten, bis es zur Verengung kommt. Erst dann greift das sogenannte Reißverschlussverfahren. Also nächstes Mal bitte nicht verbissen dem Vordermann auf der Stoßstange sitzen, damit der Einscherende genau dies bloß nicht tun kann.

Gerade in Zeiten des immer mehr zunehmenden Verkehrs wäre ein wenig Toleranz, Rücktsichtnahme und Übersicht doch ganz sinnvoll. In diesem Sinn allzeit gute Fahrt!

Gelesen 560 mal Letzte Änderung am Montag, 15 Mai 2017 11:21

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